Mitarbeiter & Recruiting

Warum bewerben sich keine Fachkräfte? Was Bewerber in Rosenheim und München über deinen Betrieb sehen

Die Bundesagentur für Arbeit sagt: keinen allgemeinen Mangel. Die Fachkraft, die du suchst, ist nicht arbeitslos — sie ist woanders angestellt und schaut sich vorher an, wie dein Betrieb online wirkt.

Inhalt
  1. Die Zahlen, die das Bild zurechtrücken
  2. Die Fachkraft, die du suchst, hat einen Job
  3. Der Blick von außen: Was ein Bewerber über deinen Betrieb in Rosenheim herausfindet
  4. Deine Stellenanzeige existiert für Google vielleicht gar nicht
  5. Was auf einer Karriereseite tatsächlich gelesen wird
  6. Kununu: der Ort, an dem über dich geredet wird
  7. Der Fehler, der nach der Bewerbung passiert
  8. Eine Praxissituation aus der Region
  9. Wie Social Recruiting funktioniert — und warum die Bewerbung eine Minute dauert
  10. Was das nicht löst
  11. Der nächste Schritt
Eine Fachkraft prüft abends auf dem Sofa die Karriereseite eines Betriebs am Smartphone

Der Fachkräftemangel ist real — aber er ist selten der ganze Grund. Die Bundesagentur für Arbeit stellt in ihrer Engpassanalyse ausdrücklich fest: „Derzeit gibt es keine Belege für einen allgemeinen Arbeitskräftemangel." Engpässe zeigen sich in 163 von rund 1.200 bewerteten Berufen (Bundesagentur für Arbeit, 2025). Der eigentliche Punkt ist ein anderer: Die Fachkraft, die du suchst, ist nicht arbeitslos. Sie ist woanders angestellt — und schaut sich vorher an, wie dein Betrieb online wirkt.

Und da fällt ein großer Teil der Betriebe in der Region Rosenheim–München durch, bevor überhaupt jemand mit ihnen gesprochen hat.

Die Zahlen, die das Bild zurechtrücken

Zuerst das, was stimmt.

In Bayern kann nach einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft etwa jede zweite offene Stelle in kleinen und mittleren Unternehmen rechnerisch nicht besetzt werden — bundesweit ist es rund ein Drittel, in Nordrhein-Westfalen etwa ein Viertel, in Berlin nur jede fünfte (IW Köln / KOFA, Juni 2026). „Rechnerisch nicht besetzbar" heißt: Für diese Stellen gibt es in der Statistik schlicht keine passend qualifizierten Arbeitslosen. Der Engpass trifft bayerische Mittelständler damit deutlich härter als die im Westen und in den Stadtstaaten.

Dazu kommt eine Eigenheit, die viele unterschätzt: In Bayern verteilt sich diese Lücke breit über die Berufe. Nur gut ein Viertel entfällt auf die zehn größten Engpassberufe — in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen sind es über 40 Prozent. Es ist also nicht so, dass es ein paar bekannte Mangelberufe trifft und den Rest nicht. Es zieht sich quer durch.

Dazu passt die Dauer. Über alle Berufe hinweg lag die durchschnittliche Vakanzzeit einer gemeldeten Stelle zuletzt bei 157 Tagen. 48 Prozent der abgemeldeten Stellen waren länger als drei Monate offen (Bundesagentur für Arbeit, Monatsbericht Juni 2026). Vor zehn Jahren waren es rund 70 Tage weniger.

Also: Das Problem ist echt. Nur ist es kein allgemeines.

Denn gleichzeitig gilt: Rund drei Viertel der offenen Stellen richten sich an Menschen mit abgeschlossener Ausbildung oder Studium — während 55 Prozent der Arbeitsuchenden gar keine abgeschlossene Berufsausbildung haben (Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2024). Das ist der Mechanismus hinter dem scheinbaren Widerspruch, dass fast drei Millionen Menschen arbeitslos gemeldet sind und trotzdem Stellen unbesetzt bleiben.

Die Menschen, die dir fehlen, sind nicht in der Arbeitslosenstatistik. Sie sitzen bei jemand anderem im Betrieb.

Die Fachkraft, die du suchst, hat einen Job

Wie stark das ist, sieht man, wenn man einen konkreten Beruf herauszieht.

Für Steuerfachkräfte in der Arbeitsmarktregion München weist die Bundesagentur für Arbeit im Berichtsjahr 2025 eine durchschnittliche Vakanzzeit von 257 Tagen aus. Und im Jahresdurchschnitt kamen dort auf 100 gemeldete Stellen gerade einmal 50 arbeitslos gemeldete Steuerfachkräfte (Bundesagentur für Arbeit, Fachkräftebedarf, Abruf 13.07.2026).

Zwei Bewerber auf vier Stellen. Nicht umgekehrt.

Zur Region: Für Rosenheim allein weist die Statistik hier keine eigenen Werte aus — die Fallzahlen sind zu klein. Das Tool springt automatisch auf die Arbeitsmarktregion München. Was für sich genommen schon eine Aussage über die Dichte des Marktes ist.

Wer aber schon einen Job hat, verhält sich anders als jemand, der sucht. Er öffnet keine Jobbörse. Er hat keine aktuellen Bewerbungsunterlagen in der Schublade. Und er wird sich abends auf der Couch, nach einem langen Arbeitstag, ganz sicher nicht hinsetzen und ein Anschreiben formulieren.

Das ist der Grund, warum eine klassische Stellenanzeige diese Leute strukturell nicht erreicht: Sie ist nur für die sichtbar, die aktiv suchen.

Bundesagentur für Arbeit · Region München · 2025 Steuerfachkräfte: gemeldete Stellen gegen verfügbare Arbeitslose
Gemeldete Stellen 100 Im Jahresdurchschnitt 2025 gemeldete Stellen für Steuerfachkräfte (Arbeitsmarktregion München).
Arbeitslos gemeldete Fachkräfte 50 Auf je 100 gemeldete Stellen kamen nur rund 50 arbeitslos gemeldete Steuerfachkräfte.

Zwei Bewerber auf vier Stellen — nicht umgekehrt. · Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2025

Der Blick von außen: Was ein Bewerber über deinen Betrieb in Rosenheim herausfindet

Bewerbungs-Link einer Stellenanzeige führt auf eine 404-Fehlerseite

Bevor ich mit einem Betrieb über Anzeigen rede, mache ich etwas anderes. Ich schaue mir den Betrieb so an, wie ihn eine Fachkraft anschauen würde, die überlegt, ob sie sich meldet.

Das dauert zwanzig Minuten und du kannst es heute Abend selbst machen:

  1. Die Stellenanzeige lesen — falls es überhaupt eine gibt und nicht nur einen Einzeiler.
  2. Die Karriereseite lesen — falls es eine gibt.
  3. Das Instagram-Profil ansehen — falls es eines gibt, und falls dort nicht der letzte Beitrag von 2021 steht.
  4. Im Inkognito-Fenster googeln. „[Dein Beruf] [dein Ort]" — nicht den Firmennamen. Wer den Namen eingibt, findet sich immer. Ein Bewerber tut das nicht, der kennt dich ja noch nicht.
  5. Kununu prüfen. Steht da etwas? Steht da nichts? Beides sagt etwas aus.

Die Klammern sind keine Ironie. Bei einem großen Teil der Betriebe, die ich mir ansehe, bleiben von diesen fünf Schritten zwei übrig.

Und dann findet man Sachen wie diese. Bei einem Landmaschinen-Betrieb südlich von München führte der Bewerbungs-Link der Stellenanzeige auf eine 404-Fehlerseite. Wer sich bewerben wollte, landete im Nichts. Wie lange das schon so ging, wusste im Betrieb niemand — es hatte sich ja auch keiner beschwert. Beschweren tut sich niemand. Man klickt weg.

Deine Stellenanzeige existiert für Google vielleicht gar nicht

Sehr viele Betriebe haben überhaupt keine echten Stellenanzeigen, sondern nur einen Einzeiler auf der Website: „Wir suchen einen Anlagenmechaniker." Oder eine verlinkte PDF-Datei.

Beides ist online praktisch unsichtbar.

Google hat eine eigene Job-Darstellung in der Suche. Damit eine Stelle dort erscheinen kann, braucht Google strukturierte Daten auf einer eigenen, aufrufbaren Stellenseite — im Fachjargon JobPosting-Markup (Google Search Central). Google formuliert das ausdrücklich als „eligible" — die Stelle kann erscheinen, garantiert wird nichts. Aber ohne diese Grundlage kann sie gar nicht erst infrage kommen.

Eine PDF trägt keine strukturierten Daten. Ein Einzeiler auf der Startseite auch nicht. Für Google gibt es diese Stelle nicht. Und es kostet keinen Cent, das zu ändern — es macht nur fast niemand.

Was viele außerdem übersehen: Die meisten Stellenbeschreibungen sind noch aus einer Zeit geschrieben, in der der Arbeitgeber aussuchen konnte. Sie fordern mehr, als sie anbieten. Der Markt hat sich gedreht. Heute muss der Betrieb zeigen, dass er eine Zukunft hat und dass es sich dort gut arbeiten lässt — nicht der Bewerber, dass er es verdient hat.

Was auf einer Karriereseite tatsächlich gelesen wird

Hier lohnt der Blick in die Daten, weil viele Betriebe genau das Falsche bauen.

In einer Befragung von 1.624 echten Bewerberinnen und Bewerbern war die Karriereseite der wichtigste Kanal, um sich über einen Arbeitgeber zu informieren — noch vor Jobbörsen. 28 Prozent gaben an, sich bei einem Arbeitgeber ohne Karriereseite gar nicht erst zu bewerben; als häufigster Grund wurde mangelnde Transparenz genannt (softgarden, 2024).

Und was wollen die Leute dort finden?

  • Die offenen Stellen — mit Abstand Platz eins (91,5 %).
  • Einen konkreten Ansprechpartner mit Namen und E-Mail (73 % — ein Chatbot wollen 1,7 %).
  • Informationen darüber, wie der Bewerbungsprozess abläuft (62 %).
  • Text und Bilder. Für eine reine Video-Darstellung erwärmt sich nicht einmal ein Prozent.

Diese letzte Zahl ist die, die ich am häufigsten zitiere. Weil so viele Betriebe glauben, sie bräuchten jetzt einen Imagefilm — und dann steht auf der Karriereseite ein schön gefilmter Drohnenflug über die Halle, aber nirgends, wer eigentlich zurückruft.

Der Fehler dahinter ist ein anderer, größerer. Viele Firmen präsentieren sich online deutlich schlechter, als sie in Wirklichkeit sind. Das erfährt ein Bewerber nie. Er tritt gar nicht erst in Kontakt.

Denn ein guter Kandidat hat ein Buffet vor sich. Ein Bewerbungsprozess ist langwierig, anstrengend und stellenweise erniedrigend. Warum sollte er sich das ausgerechnet bei einem Betrieb antun, der online nach nichts aussieht? Gute Leute bewerben sich gezielt dort, wo es attraktiv wirkt.

Deine Werkstatt kann die beste im Landkreis sein. Wenn das online nicht ankommt, zählt es nicht.

softgarden · 1.624 Bewerber Was Bewerber auf einer Karriereseite suchen
Die offenen Stellen 91,5 % Die offenen Stellen selbst — mit Abstand das Wichtigste (91,5 %).
Ansprechpartner mit Name 73 % 73 % wollen einen konkreten Ansprechpartner mit Name und E-Mail — einen Chatbot nur 1,7 %.
Ablauf des Bewerbungsprozesses 62 % 62 % wollen wissen, wie der Bewerbungsprozess abläuft.
Reine Video-Darstellung < 1 % Für eine reine Video-Darstellung erwärmt sich nicht einmal ein Prozent.

softgarden bietet selbst Karriereseiten-Software an; die Befragung ist nicht repräsentativ. · Quelle: softgarden, 2024

Kununu: der Ort, an dem über dich geredet wird

In derselben Befragung gaben knapp 25 Prozent Bewertungsplattformen wie Kununu als Info-Kanal an. Das ist nicht die Mehrheit — aber es sind überproportional die, die es ernst meinen. Ich selbst habe als Bewerber jeden Arbeitgeber, bei dem ich mich beworben habe, hinterher über Website, Kununu und andere Quellen geprüft. Viele Firmen sind bei dieser Recherche schon durchgefallen.

Was du tun kannst: Bewertungen aktiv erbitten. Nicht kaufen, nicht erfinden — fragen. Beim Mitarbeitergespräch, wenn die Stimmung gut ist und jemand zufrieden ist: um einen Gefallen bitten. Das ist völlig legitim und es macht den Unterschied zwischen einem leeren Profil und einem, das etwas erzählt.

Was EGAÑA Marketing dabei nicht anbietet: Bewertungsmanagement. Also das Betreuen und Beantworten von Bewertungen im Kundenauftrag. Was weiß ich als Externer über die Situation hinter einer Bewertung? Ich könnte nur Floskeln liefern. Antworten schreibt der Betrieb selbst — oder gar nicht.

Der Fehler, der nach der Bewerbung passiert

Angenommen, alles davor stimmt. Die Anzeige läuft, die Bewerbungen kommen.

Dann entscheidet sich alles in den nächsten 48 Stunden.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung, von der anderen Seite. Manche Firmen haben sich noch am selben Tag gemeldet — das gibt sofort ein gutes Gefühl. Andere haben sich nach ein bis drei Wochen gemeldet. Da wusste ich schon gar nicht mehr, dass ich mich dort beworben hatte, und mein Interesse war längst im Keller.

Der Ablauf, der funktioniert, ist unspektakulär: eine kurze Mail direkt nach Eingang („Danke für Ihr Interesse — wann erreiche ich Sie am besten telefonisch?"), dann konsequent innerhalb von zwei Tagen anrufen. Am Telefon merkt man in wenigen Minuten, ob es passt. Und wenn man zum Gespräch einlädt, kann man immer noch um einen aktuellen Lebenslauf bitten.

Und jetzt der unbequeme Teil, den ich meinen Kunden auch ins Gesicht sage: Wenn ein Arbeitgeber es nicht schafft, sich binnen zwei Tagen bei einem Interessenten zu melden — dann darf man sich schon fragen, ob eine gute Fachkraft dort wirklich gut aufgehoben wäre. Der Bewerber fragt sich das nämlich auch.

Eine Praxissituation aus der Region

Ein Steuerberater wusste, dass seine zentrale Mitarbeiterin in zwei Monaten in Mutterschutz geht. Steuerfachkräfte gehören zu den Engpassberufen; die durchschnittliche Vakanzzeit in der Arbeitsmarktregion München lag zuletzt bei über 250 Tagen. Er rechnete fest damit, dass er die Lücke nicht rechtzeitig schließen würde.

Das Interessante war: Der Betrieb war als Arbeitgeber wirklich attraktiv. Es stand nur nirgends.

In Kooperation mit dem Wachstumslab wurden die Stärken des Arbeitgebers herausgearbeitet, die Zielgruppe geschärft und Karriereseite, Social-Media-Auftritt und Stellenbeschreibung neu aufgesetzt. Ich war vor Ort, habe Content gedreht und daraus die Social-Recruiting-Anzeigen gemacht.

Nach fünf Tagen aktiver Werbung kamen so viele Bewerbungen herein, dass der Kunde bat, die Kampagne wieder abzuschalten. Die Stelle war in weniger als anderthalb Monaten besetzt — inklusive Strategie und Aufbau in rund sechs Wochen.

Eine anonymisierte Praxissituation. Ein Beispiel, keine Garantie für den nächsten Fall.

Wie Social Recruiting funktioniert — und warum die Bewerbung eine Minute dauert

Weil das oft falsch verstanden wird: Social Recruiting heißt, deine Stellenanzeige läuft als Werbeanzeige auf Instagram, Facebook oder TikTok — auch bei Leuten, die gar nicht suchen. Und die Bewerbung passiert direkt in der App, über ein Formular mit zwei bis vier Vorqualifizierungs-Fragen und den Kontaktdaten. Etwa eine Minute. Ohne Lebenslauf, ohne Anschreiben.

Das ist kein Bequemlichkeits-Feature, sondern der ganze Punkt. Die Anzeige trifft jemanden, der gerade arbeitet oder abends auf der Couch sitzt. Der hat keine Unterlagen parat und in dem Moment auch keine Zeit. Ist die Hürde höher als eine Minute, passiert nichts.

Die Karriereseite ist dabei nicht die Bewerbungsstrecke. Sie ist das, was der Kandidat danach aufruft — oder bevor er sich einlässt. Sie ist die Recherche-Grundlage. Und über sie entscheidet sich, ob aus Interesse Vertrauen wird.

Nebenbei: 62 Prozent der Unternehmen in Deutschland nutzen soziale Medien inzwischen, um auf sich als Arbeitgeber aufmerksam zu machen (Bitkom, 2025). Die Befragung erfasst allerdings nur Unternehmen ab 20 Beschäftigten — für den klassischen Sechs-Mann-Betrieb im Oberland sagt sie nichts. Meine Beobachtung dort: Die Profile existieren, gepflegt werden sie selten. Und wie es der Bitkom-Hauptgeschäftsführer formuliert: „Verwaiste Social-Media-Auftritte schaden dem Image mehr, als sie nutzen."

Was das nicht löst

Damit hier keine falschen Erwartungen entstehen:

  • Sichtbarkeit erzeugt keine Fachkräfte, wo keine sind. In manchen Berufen und Regionen ist der Markt so leer, dass auch der beste Auftritt an Grenzen stößt. Dann geht es um Ausbildung, Quereinstieg oder Weiterbildung — und darüber rede ich offen, statt Anzeigen zu verkaufen.
  • Der Prozess bleibt deine Aufgabe. Ich kann dafür sorgen, dass Bewerbungen ankommen. Ob sie binnen 48 Stunden beantwortet werden, entscheidest du.
  • Es gibt keine Garantie. Weder für eine Zahl an Bewerbungen noch für eine Besetzungsdauer. Wer dir das zusagt, verkauft dir Sicherheit, die es nicht gibt.
  • Und: EGAÑA Marketing ist keine Personalvermittlung. Ich mache Recruiting-Werbung — Anzeigen und eine Karriereseite, die Bewerbungen bringen. Keine Vermittlung, keine Provision pro Einstellung. Die Bewerbungen kommen direkt zu dir, die Auswahl bleibt bei dir.

Der nächste Schritt

Mach den Außencheck. Zwanzig Minuten, Inkognito-Fenster, die fünf Schritte von oben. Wenn du dabei ehrlich bist, weißt du danach mehr über dein Bewerberproblem als aus jeder Statistik.

Und wenn du wissen willst, wie aus dem Befund konkrete Bewerbungen werden: Auf der Seite Social-Recruiting-Anzeigen siehst du, wie ich Stellen als Werbung ausspiele und die Bewerbung auf eine Minute verkürze.

Ein Erstgespräch ist unverbindlich. Du musst nichts vorbereiten.

FAQ

FAQ – Häufige Fragen und Antworten

Warum bewerben sich keine Fachkräfte bei uns?

Meistens nicht, weil es keine gibt. Die Bundesagentur für Arbeit stellt ausdrücklich fest, dass es keinen allgemeinen Arbeitskräftemangel gibt — Engpässe bestehen in 163 von rund 1.200 Berufen. Der häufigere Grund: Die passenden Fachkräfte sind bereits angestellt, suchen nicht aktiv und sehen deine Stellenanzeige deshalb nie. Und wenn sie deinen Betrieb doch finden, entscheidet der Online-Eindruck, ob sie sich melden.

Stimmt es, dass der Fachkräftemangel übertrieben wird?

Nein, aber er wird oft falsch beschrieben. In Bayern kann rechnerisch etwa jede zweite offene Stelle in kleinen und mittleren Unternehmen nicht besetzt werden — bundesweit ist es rund ein Drittel (IW Köln, 2026). Der Engpass ist also real und in Bayern besonders ausgeprägt, aber er betrifft bestimmte Berufe und Regionen, nicht den Arbeitsmarkt als Ganzes.

Wie lange dauert es im Schnitt, eine Fachkraft-Stelle zu besetzen?

Über alle Berufe hinweg lag die durchschnittliche Vakanzzeit einer gemeldeten Stelle zuletzt bei 157 Tagen; 48 Prozent der Stellen waren länger als drei Monate offen (Bundesagentur für Arbeit, Juni 2026). In Engpassberufen ist es deutlich mehr — für Steuerfachkräfte in der Arbeitsmarktregion München zuletzt 257 Tage.

Brauche ich als kleiner Betrieb in Rosenheim wirklich eine Karriereseite?

In einer Befragung von 1.624 Bewerbern war die Karriereseite der wichtigste Kanal, um sich über einen Arbeitgeber zu informieren — und 28 Prozent gaben an, sich ohne eine solche Seite gar nicht erst zu bewerben (softgarden, 2024). Sie ist nicht die Bewerbungsstrecke, sondern die Grundlage, auf der jemand entscheidet, ob er sich auf dich einlässt.

Warum findet Google meine Stellenanzeige nicht?

Weil sie vermutlich als PDF oder als Einzeiler auf der Website steht. Damit eine Stelle in Googles Job-Darstellung erscheinen kann, braucht sie eine eigene Seite mit strukturierten Daten (JobPosting). Google spricht hier ausdrücklich von „eligible“ — es gibt keine Platzierungsgarantie, aber ohne diese Grundlage kommt die Stelle gar nicht in Frage. Kosten entstehen dafür keine.

Was ist Social Recruiting — und wie läuft eine Bewerbung dort ab?

Social Recruiting heißt: Deine Stellenanzeige wird als Werbeanzeige auf Instagram, Facebook oder TikTok ausgespielt — auch an Menschen, die gar nicht aktiv suchen. Die Bewerbung passiert direkt in der App, über ein Formular mit zwei bis vier Fragen und den Kontaktdaten. Etwa eine Minute, ohne Lebenslauf, ohne Anschreiben. Bewerbungsunterlagen kommen später, wenn du zum Gespräch einlädst.

Ist das dasselbe wie eine Personalvermittlung?

Nein. EGAÑA Marketing macht Recruiting-Werbung: Social-Recruiting-Anzeigen und eine Karriereseite, die Bewerbungen bringen. Keine Vermittlung, keine Provision pro Einstellung. Die Bewerbungen kommen direkt zu dir, die Auswahl triffst du selbst.

Sollte ich meine Mitarbeiter um Kununu-Bewertungen bitten?

Ja — und zwar aktiv, zum Beispiel im Mitarbeitergespräch, wenn jemand zufrieden ist. Knapp ein Viertel der Bewerber nutzt Bewertungsplattformen bei der Arbeitgeber-Recherche (softgarden, 2024). Ein leeres Profil sagt genauso viel wie ein volles. Das Beantworten und Betreuen von Bewertungen im Kundenauftrag bietet EGAÑA Marketing allerdings nicht an — was weiß ich als Externer über die Situation hinter einer Bewertung.

Wie schnell muss ich auf eine Bewerbung reagieren?

Innerhalb von 48 Stunden. Bei Kandidaten, die nicht aktiv suchen, ist das Interesse ein kurzes Zeitfenster. Wer erst nach zwei Wochen anruft, redet mit jemandem, der schon vergessen hat, dass er sich beworben hat.

Nächster Schritt

Wo steht dein Betrieb wirklich?

Schick mir eine kurze, unverbindliche Anfrage — ich schaue mir deinen Auftritt an und sage dir ehrlich, welcher Hebel bei dir zuerst zählt. Du musst nichts vorbereiten.

Unverbindlich anfragen Mitarbeiter gewinnen
Kostenfreies Beratungsgespräch